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HR 2020: Traut euch!

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Moderner und mutiger! Neues wagen! Raus aus der gemütlichen Komfortzone! Weg mit verkrusteten Strukturen!
 
Unser Interviewgast Birgit Dreger hat klare Vor­stel­lungen davon, wie sich HR-Abteilungen auf­stellen müssen, um für Arbeitnehmer und Be­wer­ber auch in Zukunft interessant und attraktiv zu bleiben.
 
Birgit Dreger blickt auf 25 Jahre Human-Resources-Erfahrung zurück, davon 15 Jahre in der Führung von HR-Teams. Sie hat sich auf die Branchen Automotive, Chemie- und Pharma­indus­trie, Verpackung und Metallindustrie fokussiert und das Perso­nal­wesen bei Global Playern aus den USA, Japan und Norwegen ge­prägt. Zu den Kompetenzfeldern der ehren­amtlichen Richterin zählen das Gesamt­port­folio des operativen und strategischen Human Resources Manage­ments sowie die aktive Gestaltung und Umsetzung von Wachs­tums­strate­gien.
 

Gibt es aus Ihrer Sicht klare Trends oder Ten­den­zen im Perso­nal­be­reich?

Es gibt eine Tendenz dahin, dass Unternehmen grund­sätzlich attraktiver werden müssen. Unter­neh­men müssen sich im HR-Bereich mehr den Bedürf­nis­sen der Arbeitnehmer öffnen, um einerseits kompetente Mitarbeiter zu gewinnen und diese andererseits auch halten zu können. Firmen verharren immer noch sehr stark in veralteten Strukturen und wissen häufig nicht, wie die neue Arbeit­nehmer­schaft tickt. Ich sehe hier ein hohes Ver­bes­serungs­poten­zial, sich moderner aufzustellen und vor allem kontinuierlich am Trend der Zeit zu bleiben. Dies gilt insbesondere auch für die HR-Abteilungen. Hier beobachte ich nicht selten, dass die HR-Abteilungen wenig Neues zulassen und häufig gar nicht modern werden, sondern in den aus ihrer Sicht „bewährten Strukturen“ verbleiben wollen. Insgesamt muss HR aus meiner Sicht wesentlich moderner und auch mutiger werden, neue und erfolgreiche Wege zu gehen.
 

Steht Kulturwandel auch für Führungswandel?

Ja, diese Transformation ist für mich in meinen beiden letzten Mandaten ganz deutlich geworden. Bei meinen Mandaten in internationalen Konzernen ist mir aufgefallen, dass im Rahmen der dortigen Leadership Development Programme für Führungskräfte der Wille fehlt, sich dem Markt und den damit verbundenen, erforderlichen Veränderungen zu öffnen. Heutzutage ist das Miteinander im Team wichtiger als eine strenge Hierar­chie. Dieser Aspekt ist ein Thema, wel­ches aus meiner Sicht im gesamten Entwick­lungs­prozess für Führungskräfte viel zu kurz kommt.

Stichwort Digital HR – Wie sehen Sie intelligente Technologien vor Ethik-Aspekten?

Interessante Frage! Ich würde das allerdings nicht unter dem Aspekt ethischer Grenzen sehen. Vielmehr ist aus meiner Erfahrung auch in Zeiten der Digi­ta­lisie­rung das persön­liche Gespräch mit dem Bewerber für diesen enorm wichtig. Nur so kann er ein Gespür dafür bekommen, mit welchen Menschen er später zusam­men­ar­bei­tet. Gleich­zeitig ist es wichtig, Führungskräfte auf eine Zu­sam­men­arbeit in virtuellen Teams vorzubereiten. Das betrifft zum Beispiel Zielfüh­rungs­gespräche oder Performance Manage­ment Gespräche. Wie führe ich diese Gespräche, um den Mitarbeiter genauso gut zu erreichen wie in einem per­sön­lichen Meeting? Das ist eine echte Heraus­forderung. Ich bin aktuell in einem Mandat als Global HR Business Partnerin und arbeite dort in einer vir­tu­ellen Welt. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass dies auch über einen längeren Zeitraum sehr gut funktio­nieren und man sehr ziel- und lösungs­orien­tiert miteinander arbeiten kann, ohne sich alle 3 Wochen im Team an einem Stand­ort treffen zu müssen.

Vielen Dank für das Interview!

Weitere Infos und Beiträge rund um das Thema Personal / HR finden Sie hier:
Bridge imp: Experten & Einblicke (Teil 4)
Interim Management: Personal / Human Resources
Interim HR Manager für die Christian Koenen GmbH

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