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Chinesische Investoren: Geldsegen mit Hindernissen?

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Chinesische Investoren verfügen über ein hohes Kapital, dass auch in Deutschland und Europa eingesetzt werden soll. Dazu gilt es, mit alten Vorturteilen aufzuräumen und die kulturellen Unterschiede zu überwinden, um eine für beide Seiten vorteilhafte Verbindung einzugehen.

Wer sind chinesische Investoren?

Am Anfang war das Restaurant! Chinesische Auswanderer, hauptsächlich aus den südlichen Provinzen Chinas, wanderten aus bitterster Not nach Europa aus. Kochen konnten alle. So sprossen chinesische Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Für die Zubereitung der Speisen wurden chinesische Gewürze und Zutaten benötigt. Damit ging mit der Eröffnung von China-Restaurants der Aufbau chinesischer Händler einher. Diese Struktur blieb lange Zeit unberührt. Chinesen in Europa wurden reicher und investierten fleißig in Immobilien.

In China änderten sich inzwischen die Verhältnisse. Den Verwandten in Europa ging es besser und besser. Doch auch die in China gebliebenen Chinesen wurden reicher. Was lag näher, als in Europa zu investieren? Die ersten chinesischen Investoren scheiterten schmerzhaft. Sträflich wurden die speziellen örtlichen Gegebenheiten und sprachlichen Hindernisse unterschätzt. Wer hat in einem chinesischen Familienbetrieb von einer Gewerkschaft gehört? Warum muss nach 8 Stunden die Arbeit beendet werden? Es profitieren doch alle in der Familie vom Einkommen. Diese Beispiele stehen plakativ für die ersten chinesischen Gehversuche mit Investitionen in Europa.

Doch immer mehr chinesischen Studenten besuchten europäische Universitäten und bauten damit viel Kompetenz und Wissen über das europäische Business auf. Durch diese chinesische Investoren mit dem nötigen, europäischen Know-how werden chinesische Investitionen in jüngster Zeit höchst professionell abgewickelt.

Was wollen chinesische Investoren? Was bekommen sie?

Marktzugang – Technologie – Geld verdienen! Chinesische Unternehmen wollen ihre Marktanteile erweitern. In China ist dies schwierig zu realisieren. Damit bleibt nur, in Märkte außerhalb Chinas zu investieren. Europa steht im Hinblick auf strategische Marktsegmente ganz oben. Chinesische Investoren denken in Jahrzehnten, nicht in Quartalsergebnisse. Zeit ist Geld! Gegenüber Neugründungen ersparen sich chinesische Investoren Zeit.

Geld ist in China im Überfluss vorhanden. Damit werden Unternehmen mit (Hoch-) Technologien vermehrt gekauft. Chinesische Investoren bekommen dafür Unternehmen, die begehrte Technologien nach China bringen. Mitarbeiter dieser Firmen unterstützen die chinesische Seite bei der Einführung und Wartung. Ausschließlich Unternehmen mit Potential können an Chinesen verkauft werden. Ladenhüter sind passe!

Was wollen europäische Unternehmen? Was bekommen sie?

Geld – Marktzugang in China! Für viele Klein- und Mittelbetriebe Europas ist Geld Mangelware. Chinesen haben es. Was liegt näher, als europäische Unternehmen und chinesische Investoren zusammen zu bringen? Wenn es scheitert, scheitert es an den kulturellen Differenzen. Die Jahre in China zeigten mir, viele europäische Unternehmen treten ohne kompetenten Rat und Unterstützung vor Ort an chinesische Investoren heran. Das Resümee: Zeit und Geld vergeudet. Chinesische Investoren haben ihre Lektion gelernt und bedienen sich fast ausschließlich europäischer Berater in China. Meine Empfehlung an europäische Unternehmer lautet daher: Bedienen Sie sich Berater, die im Vorzimmer der chinesischen Berater sitzen. Diesen Rat haben viele negiert. Das Resultat ist Frustration, wie unzählige Beispiele zeigen.

Chinesische Investoren machen einen Bogen um Österreich! Warum?

Aufgrund schlechter Erfahrungen auf beiden Seiten ist die Situation in Österreich von Misstrauen geprägt. Chinesische Investoren fühlen sich missverstanden. Hindernisse tun sich auf. Chinesische Geschäftsführer bekommen nach frühestens einem Jahr eine Arbeitserlaubnis in Österreich. In China brauchen europäische Geschäftsführer einen Monat für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis. Die Zeitersparnis von Akquisitionen gegenüber Neugründungen wird von österreichischer Seite schlichtweg negiert. Republik, Bundesländer, Regionen und Städte offerieren Unterstützung bei der Neugründung. Wer unterstützt beim Firmenkauf? Die klassische Antwort auf einen Akquisitionswunsch in Österreich ist: Wir wollen keinen Ausverkauf Österreichs!

Fluch oder Segen?

Für europäische Unternehmen können sich chinesische Investitionen als prosperierende Zukunft erweisen. Chinesische Unternehmen expandieren meistens durch den Kauf von bestehenden Unternehmen nach Europa. Chinesische Investoren kennen den chinesischen Markt. Europäische Unternehmen bekommen dadurch Zugang zu diesem. Nun müssen diese zwei Märkte und Kulturen nur mehr verbunden werden. Dazu müssen sich europäische Unternehmen qualifizierter europäischer Berater bedienen, die in China permanent Kontakt mit potentiellen chinesischen Investoren pflegen und den chinesischen und den europäischen Markt kennen.

Eine gute Vorbereitung ist der 1. Schritt. Ein exaktes Wissen um die Erwartungen beider Seiten ist erforderlich. An dieser Stelle entscheidet sich, ob sich das Investment zu einem Fluch oder Segen entwickelt. Die richtige Auswahl geeigneter chinesischer Investoren für europäische Unternehmen zu treffen, lässt das Investment zu einem Segen werden. Berater, die zwischen China und Europa pendeln und sich damit immer am falschen Ende der Welt befinden, können die Investition zu einem Fluch werden lassen. Europäische Berater, die den europäischen Markt kennen und in China mit potentiellen Investoren einen permanenten Informationsaustausch betreiben, lassen das Investment zu einem Segen werden.

Mit Interim Managern zum Erfolg

Die Erfahrung zeigt, europäische Unternehmen, die chinesische Investitionen nutzen, bekommen neben neuen Eigentümern die Möglichkeit in Europa und in China zu expandieren. Zwei Unternehmen, die sich europäischer Berater in China bedienten, haben innerhalb von wenigen Jahren den Mitarbeiterstand in Europa verdoppelt, Umsatz und Gewinn bedeutend erhöht und darüber hinaus erfolgreich in den chinesischen Markt expandiert.

Es liegt einzig und alleine in der Hand europäischer Unternehmen, chinesische Investitionen zu einem Segen werden zu lassen. Um die Verhandlungen zu vereinfachen, kulturelle Unterschiede zu überwinden und nicht zuletzt den richtigen Investor zu finden, bieten Interim Manager eine ideale Lösung. Kurzfristig einsetzbar und mit langjähriger Berufserfahrung auch im asiatischen Raum können Interim Manager von Bridge imp Ihr Unternehmen beraten, Investoren ausfindig machen und die Verhandlungen leiten. Auch mittelständische Unternehmen können so den Schritt ins Ausland wagen, oder neue Investoren gewinnen. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf!

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